Privatdarlehen

Eine Finanzierungsmöglichkeit, über die viele gar nicht nachdenken

Die Möglichkeit, einen Kredit zu vergeben, ist in Deutschland nicht nur auf Banken und Kreditinstitute beschränkt. Jede Privatperson kann einen Kredit vergeben. So kann ein Privatkredit vor allem für all diejenigen, die aus verschiedenen Gründen bei der Bank keinen Kredit bekommen, eine gute Alternative sein. Dabei sind die Zinsen bei einem Privatkredit in der Regel viel günstiger, als bei einem Verbraucherkredit oder einer klassischen Baufinanzierung. Allerdings gibt es auch ein paar Dinge, die man unbedingt beachten sollte, wenn man sich für ein Privatdarlehen entscheidet.

Wie komme ich an ein Privatdarlehen?

Wer ein Privatdarlehen abschließen möchte, hat zwei Möglichkeiten an einen entsprechenden Kreditpartner zu gelangen. Die erste Variante ist es, Freunde und Verwandte zu fragen, ob sie Ihnen Geld leihen können. Wenn es sich dabei um ein echtes Darlehensgeschäft handelt, hat das nichts mit Betteln zu tun. Denn bei einem solchen Privatkredit zahlen Sie, wie bei einem Bankkredit, eine festgelegte Zins- und Tilgungsrate an Ihren Kreditgeber zurück. Vor allem in der heutigen Zeit, in der man auf Sparguthaben kaum noch gute Zinssätze bekommen kann, kann ein Privatdarlehen für jemanden, der Geld für eine längerfristige Anlage investieren möchte, eine sehr gute Alternative sein. Zinssätze um die 2 % für einen Kleinkredit sind bei einer normalen Bank nicht zu erzielen – bei einem Privatkredit aber sehr wohl. Dabei hat der Kreditgeber einen Gewinn im Vergleich zu einer klassischen Geldanlage und Sie zahlen einen deutlich niedrigeren Zinssatz, als wenn Sie eine normale Bankfinanzierung abschließen würden.

Sollten Sie in Ihrem Freundes- und Verwandtenkreis niemanden haben, der mit Ihnen einen entsprechenden Kreditvertrag abschließen würde, können Sie noch immer einen Blick auf eine der zahlreichen Vermittlungsplattformen von Privatkrediten werfen. Hier ist allerdings oftmals Vorsicht geboten. Denn diese Plattformen nehmen oftmals eine recht hohe Vermittlungsgebühr und dazu noch eine Art Kontoführungsgebühr, sodass die Kosten für das Privatdarlehen am Ende nicht selten höher liegen, als wenn Sie ein klassisches Bankdarlehen aufgenommen hätten.

Das gilt es bei einem Privatdarlehen unbedingt zu beachten

Anders als Banken unterliegen Privatpersonen keiner staatlichen Aufsicht, wenn es um Darlehensgeschäfte geht. Natürlich ist auch hier Wucher verboten, aber bis es zum nachweisbaren Wucher kommt, können alle möglichen Vereinbarungen in einen Darlehensvertrag aufgenommen werden. Generell hat man bei einem Privatdarlehen nur wenige Möglichkeiten, sich von Seiten der Verbraucherschutzes beraten zu lassen oder gar einen Banken-Ombudsmann anzurufen. Insofern sollten Sie sich, wenn Sie ein Privatdarlehen aufnehmen möchten, sehr sicher sein, dass Sie der Person, von der Sie das Darlehen erhalten, vertrauen können. Andererseits ist auch ein Privatdarlehen ein Kredit, den Sie zurückzahlen müssen. Auch wenn Freunde und Verwandte in der Regel auf eine Bonitätsprüfung verzichten, sollten Sie nicht vergessen, dass Ihr guter Name von einer pünktlichen und vereinbarungsgemäßen Rückführung der Kreditsumme abhängt. Generell sollten solche Kreditvereinbarungen immer schriftlich festgehalten werden. Natürlich ist ein Kreditvertrag nicht formgebunden – es reicht eine mündliche Absprache. Wer aber wirklich handfeste Vereinbarungen schließen möchte, auf die sich beide Seiten dauerhaft verlassen können, sollte das schriftlich fixieren. In eine solche Vereinbarung gehören die Kreditlaufzeit, die genaue Zins- und Tilgungssumme und ein Zins- und Tilgungsplan, aus dem die genauen Zahlungstermine hervorgehen. Die Kreditlaufzeit ist wichtig, da Ihnen ohne eine vorher fest vereinbarte Kreditlaufzeit der Kredit durch Ihren Kreditgeber mit einer Frist von 3 Monaten gekündigt werden kann. In diesem Fall ist der Kredit sofort in voller Höhe fällig. Das kann schnell zu erheblichen finanziellen Schwierigkeiten führen.

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Privatdarlehen – ein Kreditkonstrukt mit Vor- und Nachteilen

Privatdarlehen haben, wie eigentlich alle Kreditarten, Vor- und Nachteile zu bieten. Wir haben hier die wichtigsten Punkte einmal übersichtlich für Sie zusammengefasst:

Vorteile
• In der Regel sind Privatdarlehen günstiger in der Verzinsung als Bankdarlehen
• Die Rückzahlungsmodalitäten können gänzlich individuell vereinbart werden
• Sie erhalten ein günstiges Darlehen und Ihr Darlehensgeber bekommt eine rentable Geldanlage – eine echte Win-Win-Situation
• Da hier Vertragsfreiheit gilt, können Sie alles vertraglich regeln und sind dabei an keine Form oder an inhaltliche Dinge gebunden
• Privatdarlehen sind meistens nicht an Bonitätsnachweise gebunden – in den wenigsten Fällen lassen sich Privatpersonen Einkommensnachweise vorlegen
• Eine Schufa-Abfrage erfolgt in der Regel nicht
• Ein Privatkredit wird zumeist auch nicht in der Schufa eingetragen
• Sollte es wirklich einmal zu finanziellen Engpässen kommen, können Ratenpausen oder Ähnliches von vornherein ohne Aufpreis im Kreditvertrag verankert werden

Nachteile
• Sie genießen keinen klassischen Verbraucherschutz als Darlehensnehmer
• Wenn Sie keinen Darlehensvertrag abgeschlossen haben, sind Sie in Bereichen wie der Kreditlaufzeit oder im Fall von Zahlungsengpässen auf den guten Willen des Kreditgebers angewiesen